Heimatspuren

Wohin ich geh, bin spurenlos,
Auf der Fahrt von Ort zu Ort.
Bin ich ständig unterwegs,
Wirst Du mich erwarten?

Dort, wo der Ozean sich selber lauscht,
Wo der Bergwind mit den Tälern plauscht.
Wo die Fichten Mädchennamen tragen,
Wo die Wolken sich zu tarnen wagen.

Da such ich meine Heimatspuren,
Nach etwas, das man hinterlässt,
Nach jemandem, der mich vermisst.
Ich such noch immer Heimatspuren...

Wohin ich geh, bin spurenlos,
Erinnerst Du noch mein Gesicht?
Ich folg in Deinen Stapfen
In den Ort voll Licht.

Wo die Tage die Nacht verführen,
Wo Sonne und Mond sich schüchtern berühren.
Wo Dein Lied in den Schlaf mich wiegt,
Wo Sentiment Sehnsucht besiegt.

Da such ich meine Heimatspuren,
Nach etwas, das man hinterlässt,
Nach jemandem, der mich vermisst.
Ich such noch immer Heimatspuren...

Hab die Sucht der Träumer,
Bin täglich auf Entzug.
Bin gelassene Konstanz,
Überdosis, Schwere, Mut.

Mir geht's gut, dank der Frage,
Nur beim Atmen sticht's.
Es gibt nun mal so Tage,
Wo ich mich selber nicht ertrage.

Dann such ich meine Heimatspuren,
Nach etwas, das man hinterlässt,
Nach jemandem, der mich vermisst.
Ich such noch immer Heimatspuren...